Presse

 

 

 

Im Folgenden sind Presseberichte aufgelistet, die Sie sich als PDF anschauen können.

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Fachmann für Wurzeln, Stämme und Kronen“ Westfalenpost 30.08.2014

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  „Brundkappel verliert sein Wahrzeichen“ Sauerlandkurier 06.09.2013

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Eichen-Fällen ein Fehler?“ Sauerlandkurier 19.08.2012

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Rechtzeitig Rat einholen“ Landwirtschaftliches Wochenblatt 04/2010

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350-jährige Eiche fiel um – trotz unauffälligem Befund“ Landwirtschaftliches Wochenblatt 03/2010

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  „ Schaden Pilze der Eiche?“ Landwirtschaftliches Wochenblatt 31.12.2009 53/2009

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"Brunskappeler Eiche wird bald sterben"  Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe, 50/2008

Teil 1  images/9-01-11-1622-55.pdf

Teil 2 images/9-01-11-1556-28.pdf

 

 

"Alter Baumriese stirbt"  Westfalenpost, 17.09.2008

images/9-01-11-1549-26.pdf

 

 

"Sägewahn verschont alte und ausdrucksstarke Bäume nicht"  Sauerlandkurier, 02.03.2008

 images/9-01-14-1339-25.pdf

 

 

"Alte Bäume - ein Sicherheitsrisiko?"  Landwirtschaftliches Wochenblatt  Westfalen-Lippe, 12/2007

Teil 1   images/presse 5.pdf

Teil 2  images/presse 6.pdf

 

 

"Alter Riese hat die Impfung vertragen"  Wesfalenpost, 30.10.2007

images/Impfung.pdf

 

 

"Kein blinder Aktionismus"  Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe, 5/2007

images/aktionismus.pdf

 

"Baum muss als verkehrssicher eingestuft sein"  Westfalenpost, 31.01.2007

 images/File0008.pdf

 

 

"Einzelne Bäume hat Kyrill kaum erwischt"  Westfalenpost, 31.01.2007

 images/einzelne baeume.pdf

 

 

"Eigene Bäume prüfen"  Sauerlandkurier, 24.01.2007

 images/eigbaumpruefen.pdf

 

 

"Hochheide als Ersatz für Olsberger Umgehungsstraße"  Wesfalenpost, 22.09.2006

images/hochheide.pdf

 

 

"Mit 500 Jahren erste Impfung bekommen"   Westfalenpost

images/ARTIKEL_BRILANZ_EICHE_0905B.pdf

 

 

"500 Jahre alt und doch noch zu jung zum Sterben"   Sauerlandkurier

images/ARTIKEL_KURIER_EICHE_0905 (2).pdf

 

 

"Brunskappels '1000-jährige Eiche' wird geimpft"  

 images/ARTIKEL_WP_EICHE_0905B.pdf

 

 

Betreff: Bericht vom 25.06.2004 „Linde fiel im Sturm“ aus dem Hochsauerlandteil

Bei den Sturmereignissen der letzten Tage kamen viele nicht mehr stand- und bruchsichere Bäume zu Fall. So auch die Linde auf der Höhe von Assinghausen nach Wulmeringhausen. Bei diesem Baum wie bei vielen anderen wäre der Stammbruch allerdings vermeidbar gewesen. Die in der Vergangenheit an diesem Exemplar durchgeführten „baumchirurgischen“ Maßnahmen entsprachen nicht mehr dem gegenwärtig anerkannten „Stand der Technik“. Aus dem entsprechenden Regelwerk zur Durchführung derartiger Arbeiten (ZTV-Baumpflege) ist der Begriff der Baumchirurgie schon lange verbannt. Heutzutage werden Bäume nach statisch/dynamischen Grundsätzen gepflegt. Bei dieser Linde hätte ein fachgerechtes Vorgehen bedeutet anhand eines Sachverständigengutachtens durch eine Fachfirma die Höhe der Linde um mindestens 40% zu reduzieren. Dadurch wäre eine Verkleinerung der Windangriffsfläche erzielbar gewesen und die statisch relevanten Hebelkräfte hätten deutlich minimiert werden können. Geschehen ist genau das Gegenteil. Die Krone der Linde wurde in der Breite rücksichtslos zurückgestutzt. Im Ergebnis wurden auch die letzten verbliebenen fäulefreien Verstärkungsanbauten der Linde im Kronenansatz (Bruchzone!) mit entfernt. Durch eine fachgerechte Baumpflege eventuell unter dem Einsatz eines Kronensicherungssystems wäre die landschaftsprägende und kulturhistorisch bedeutsame Linde noch viele Jahre zu erhalten gewesen. In diesem Zusammenhang relevant ist die Tatsache, dass im Schadensfall der Eigentümer des Baumes trotz durchgeführter  Pflegemaßnahmen voll haftbar zu machen gewesen wäre. Entscheidend ist hier, ob die durchgeführten Arbeiten aktuellen Standards der Baumpflege entsprachen. Erst kürzlich wurde in dieser Zeitung über einen Todesfall berichtet, wo ein Parkbesucher durch einen herunterfallenden Ast erschlagen wurde. Gänzlich vermeidbar sind solche Unfälle leider nie, aber ihre Zahl könnte durch qualitätsvollere Arbeiten am Baum deutlich reduziert werden.

In Zeiten öffentlich leerer Kassen sollten derartige Arbeiten und viele andere zudem nur an entsprechend qualifizierte Unternehmen übertragen werden, um der Verschwendung von Steuergeldern besser vorbeugen zu können. Dem ist leider nicht so!

Leserbrief, Westfalenpost 28.06.2004

 

 

Leserbrief zum Artikel  "Linde fiel im Sturm", Westfalenpost, 08.07.2004

Teil 1 images/9-01-14-1342-21.pdf

Teil 2 images/9-01-14-1344-08.pdf

 

 

"Besitzer haftet bei Baumschäden", Westfalenpost, 14.02.2004

Teil 1 images/9-01-14-1340-26.pdf

Teil 2 images/9-01-14-1341-10.pdf

 

 

Leserbrief zum Artikel „Stadtforst hätte Pappeln gerne selbst gefällt“ vom 26.03.2004

Mit leichter Verwunderung nahm ich zur Kenntnis, dass der Stv. Bürgermeister Schleich und der Forstdirektor Dr. Lohbeck angemahnt haben, dass dieser Auftrag auch durch das städtische Forstamt hätte abgewickelt werden können (Fällung von 9 Pappeln in Alme).

Wäre das wirklich realisierbar gewesen?! Sicherlich kann sich das Forstamt auch eine Hubarbeitsbühne leihen. Dass die Waldarbeiter im Umgang mit einer solchen aber geübt sind, bleibt zu bezweifeln. Zudem bedarf es ganz anderer arbeitstechnischer Voraussetzungen einen über 30 m hohen Baum von einem Hubsteiger gefahrlos für die Beteiligten und das Umfeld zu Boden zu bringen als diesen sofort erdnah - wie in der Forstwirtschaft üblich - abzusägen. Dieses sind aber wesentliche Voraussetzung, um versicherungstechnisch abgesichert zu sein, und um Unfälle vermeiden zu können. Leider sind bei derartigen Arbeiten immer wieder schwere und auch tödliche Unglücke zu beklagen. Meistens handelt es sich dann um fachlich überfordertes Personal! Hier trifft die Schuld dann aber zumeist auch den Auftraggeber, welcher mangelnde Befähigung beim Auftragnehmer toleriert hat. Auch sollte abgeklärt werden, ob die Berufsgenossenschaft derartige Tätigkeiten der Waldarbeiter deckt. Im Normalfall bedarf der Einsatz der Motorsäge in einer Hubarbeitsbühne einer nachweislichen Praxis und Erfahrung. Es ist eben etwas anderes, ob eine Säge in großer Höhe in einem schwankenden Arbeitskorb bedient wird, oder eine solche auf dem sicheren Boden geführt wird. Weiterhin möchte ich anmerken, dass meine Firma als einer von mehreren Anbieter aufgetreten ist. Die Firma Fachplan hatte das günstigste Angebot erstellt. Es darf bezweifelt werden, ob der Stadtforst hier hätte noch billiger anbieten können. Für die Fällung der Bäume standen nur 2,5 Arbeitstage zur Verfügung (Abhängung einer Stromleitung durch die RWE). Das bedeutete für 4 Arbeitskräfte 2 jeweils 13 stündige Einsätze allein zur Fällung der Bäume. Für Sonderzulagen war das Angebot zu knapp kalkuliert. Wie sollte also der Stadtforst mit seinem an feste Arbeitszeiten gewöhnten Personal dazu in der Lage sein, ein am Marktgeschehen kalkuliertes Angebot eines freien Unternehmers zu unterbieten. Unpräzise ist auch die Behauptung, dass die Fällung einer Pappel 666 € gekostet hätte. Richtig ist vielmehr, dass die vollständige Beseitigung einer Pappel diese Kosten verursacht hat. Das ist ein sehr arbeits- und kostenintensiver Unterschied für den Ausführenden. Herr Dr. Lohbeck möchte doch einmal die Material- und Personalkosten von der Bruttosumme abziehen, um den Unternehmergewinn aus diesem Auftrag zu berechnen. Mein detailiertes Angebot läßt ein solches Vorgehen selbstverständlich zu.  Den Leser hätte sicherlich mehr interessiert, für welches geringe Honorar ein hiesiger Betrieb bereit ist Arbeiten für die finanziell angeschlagene Stadt Brilon auszuführen, welche versicherungs- und arbeitstechnisch ein hohes Risiko bedeuten. Dieses wird aber leider verschwiegen. Der Stadtforst müsste schon viele Gefahrbäume fällen, um allein die Ausbildungskosten seiner Waldarbeiter wieder zu amortisieren, damit sie versicherungstechnisch in der Lage sind solche Tätigkeiten auszuführen. Deratige Vorschläge nennt man im Volksmund „Das Pferd von hinten aufzäumen“. Offensichtlich können andere Kommunen besser rechnen, denn dort werden derartige Arbeiten immer von Fachfirmen ausgeführt. Das hat seine Gründe!

Leserbrief, Westfalenpost 30.03.2004

 

 

Unruhige Tage liegen hinter Almer Bürgern

Pappeln aus Verkehrssicherheitsgründen gefällt

Alme: (SK)

Vom 17. bis zum 19. März war in Alme an dörflichen Frieden beziehungweise den gewohnten Mittagsschlaf nicht zu denken. Aber zumindest den dürften die wenigsten Einwohner vermisst haben.

Entlang der Alme an der Unteren Bahnhofsstraße wurden neun mächtige Hybridpappeln aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt. Mehrmals bereits waren aus den über 30 Meter hohen Bäumen starke Kronenteile ausgebrochen. Gerade Pappeln sind für das Phänomen bekannt, dass sie ohne Vorwarnung vollständig gesundes Astwerk abwerfen können. Um die vielen Fußgänger entlang der Alme sowie den Verkehr auf der Bahnhofsstraße nicht unnötig zu gefährden, sah sich die Stadt Brilon zum Handeln verpflichtet. Ein Spezialistenteam aus dem hiesigen Raum rückte den Bäumen nun mit schwerem Gerät zu Leibe. Stets unter reger Beteiligung der Almer Bevölkerung wurden zuerst die Kronen der Bäume unter Einsatz eines 28 Meter Hubsteigers in der Höhe und Breite eingekürzt. Dann kam die mächtige Fällsäge zum Einsatz. Die bis zu 110 Zentimeter messenden Bäume wurden am Stammansatz präzise eingekerbt, das Umfeld sowie die Bahnhofsstraße vollständig abgesperrt, und der Schlepper mit Wind in Position gebracht. Jeder Baum hatte nur einen wenigen Meter breiten Aufschlagraum und musste exakt fallen, um teure Schäden zu vermeiden. Bis auf eine Thuja mussten keinerlei Schäden registriert werden. Sogar der Weihnachtsbaum im Park blieb vollständig unversehrt. Nun wird die Anlage durch die Stadt Brilon neu gestaltet, da die ehemals schöne Rasenfläche sowie einige Kleingehölze natürlich nicht mehr in alter Pracht strahlen können. In Alme ist wieder ländliche Beschaulichkeit eingekehrt, aber einige werden sicher das abwechslungsreiche Treiben im Almepark vermissen.

Wesfalenpost, 26.03.2004 und Sauerlandkurier, 28.03.2004

 

Besitzer haftet bei Baumschäden

Wir berichteten schon mehrmals über Sach- und Personenschäden durch Bäume. Zuletzt über das „Pappelurteil“ in der Ausgabe vom 4.11.2003. Hier urteilte das OLG Koblenz „Pro Baum“. Wer unter gesunden Pappeln parkt, muß für Schäden an seinem Pkw durch evtl. Astbruch selbst aufkommen. Das Gericht begründete diesen Urteilsspruch damit, dass es bei Pappeln natürlicherweise zum Bruch kerngesunde Ästen ohne vorherige Alarmzeichen kommen kann. Den Eigentümer der Bäume kann somit keinerlei schuldhaftes Handeln vorgeworfen werden. 

In der Zeit der herannahenden Herbststürme kommt der Verkehrssicherungspflicht für Bäume eine besondere Bedeutung zu. Wir haben uns mit Herrn Dipl. Ing. Alfons Schmidt aus Wiemeringhausen über dieses Thema unterhalten. Er ist Sachverständiger für Verkehrsicherheit und Schadensermittlung von Bäumen und betreibt u.a. einen Baumpflegebetrieb.

WP: Herr Schmidt, haben Eigentümer von Bäumen, welche allein schon aufgrund ihrer Größe eine potentielle Gefahrenquelle für das öffentliche Umfeld darstellen können, Pflichten, denen sie nachkommen müssen?

A.S.: Der Eigentümer ist gesetzlich dazu angehalten dafür Sorge zu tragen, dass von seinen Bäumen keine erkennbaren Gefahren für die Allgemeinheit ausgehen können. Er muß also den Zustand seiner Bäume einschätzen und ggf. Pflegemaßnahmen ergreifen.

WP: Wie kann der Eigentümer abschätzen, ob sein Baum verkehrssicher ist oder nicht?

A.S.: Generell gilt, dass auch vollständig gesunde Bäume in Teilen oder als Ganzes „versagen“ können wie es in der Fachsprache heißt. Dieses Naturphänomen wurde bereits in höchstrichterlicher Rechtssprechung anerkannt. So auch im eingangs erwähnten Urteil des OLG Koblenz. In einem solche Fall trifft den Eigentümer für eventuell eingetretene Schäden keine Schuld, da höhere Gewalt im Spiel war. Sind im Schadensfall allerdings statische Schwachstellen am Baum erkennbar, welche ursächlich für das Versagen des Baumes verantwortlich waren, kann der Eigentümer in Haftung genommen werden. Derartige Schwachstellen können u.a. Totholz, Faulstellen, Riß- und Beulenbildungen sowie Stamm- und Astabsenkungen sein. Der Eigentümer ist verpflichtet seine Bäume optisch regelmäßig auf derartige Symptome zu kontrollieren bzw. untersuchen zu lassen. Erwähnt werden sollte aber auch, dass schwere Unfälle mit Bäumen in unserer hochtechnisierten Welt immer noch seltene Ereignisse darstellen, angesichts der großen Zahl an Bäumen im Siedlungsbereich. Es sind technische Meisterwerke, welche sich in Grenzen selbst reparieren und verstärken können.

WP: Was heißt nun regelmäßige Baumkontrolle?

A.S.: Derartige Kontrollintervalle sind bisher gerichtlich nicht definitiv festgesetzt worden. In der Praxis der Baumkontrolle hat es sich bewährt gesunde Bäume zweimal jährlich im belaubten und unbelaubten Zustand auf Defektsymptome optisch zu kontrollieren. Alte und bekannte Problembäume sollten dagegen häufiger auf ihre Verkehrsicherheit hin untersucht werden. So z.B. nach Sturmereignissen, langen Trocken- und Regenperioden und nach Tagen mit viel Schneefall bzw. extremen Temperaturwechseln. Derartige Wetterereignisse hinterlassen bei weniger vitalen Bäumen häufig Spuren in Form von nachlassender Wurzelverankerung, Astbrüchen, Rindenaufplatzungen und bleibenden Stamm- bzw. Astabsenkungen. 

WP: Kann der Laie derartige Kontrollen an seinen Bäume überhaupt durchführen?

A.S.: Ja, dass ist schon möglich. Wer seine Bäume regelmäßig kurz betrachtet, dem werden Totholzbildungen, loses Astwerk in der Krone, Pilzfruchtkörper am Holz oder auf der Wurzelplatte sowie Stamm- und Astabsenkungen u. v. m. auffallen.

WP: Was tut er, wenn er derartige Symptome entdeckt?

A.S.: Auf gar keinen Fall lässt er die Sache auf sich beruhen, denn das wäre grob fahrlässig. Ansprechpartner können die Stadtverwaltungen und Landwirtschaftskammern sein. Hier sind Adressen von Sachverständigen und Fachfirmen der Baumpflege in Erfahrung zu bringen, welche zur Problemlösung beitragen können. Es sollten aber nur ausgewiesene Fachkräfte zu Rate gezogen werden. Denn viele der heutigen und zukünftigen Problembäume sind das Ergebnis unqualifiziert durchgeführter Arbeiten. 

WP: Was wäre ihre Aufgabe, wenn ein Eigentümer sie einschalten würde?

A.S.: Angenommen, dem Eigentümer einer 150jährigen Eiche an öffentlich zugänglicher Stelle wären Pilzfruchtkörper am Stamm des Baumes aufgefallen. Meine Aufgabe könnte nun lauten ein Gutachten zur Verkehrssicherheit zu erstellen. Inhalte wären z.B. die Artbestimmung des Pilzes, Beschreibung seiner Fäuleaggressivität, Aufspüren verschlossener oder offener Fäulestellen sowie Aussagen zur Baumstatik und Vitalität des Baumes. Letztendlich würde eine Pflege- und Handlungsempfehlung erstellt wie mit dem Baum zu verfahren ist.

WP: Worin liegen die Vorteile eines solchen Vorgehens für den Eigentümer, da eine solche Untersuchung ja auch Geld kostet?

A.S.: Zum einen weiß er, ob sein Baum tatsächlich verkehrssicher ist oder nicht und wie im letzteren Falle zu handeln ist. Zum anderen kann er bei einem eventuellen Schadensfall durch den Baum dokumentieren, dass er seine Verkehrssicherungspflichten erfüllt hat. Zudem ist der Sachverständige für seine gutachterlichen Aussagen gesetzlich haftbar zu machen. Das kann den Eigentümer vor eventuellen Regressansprüchen Dritter entbinden.

WP : Das bedeutet für Sie als Gutachter aber eine hohe Verantwortung. Letztendlich kann es im Schadensfall ja nicht nur zu Sachschäden, sondern auch zu Personenschäden und im schlimmsten Falle auch zu tödlichen Unfällen kommen.

A.S.: Das ist richtig. In der Vergangenheit sind viele Problembäume aus übertriebenem Sicherheitsempfinden gefällt worden, obwohl nur wenige faule Bäume auch tatsächlich eine akute Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen. Aber es erfordert schon viel Sachverstand um zu erkennen, ob der faule Baum noch Sicherheitsreserven hat oder nicht. Auf dem Forschungsgebiet der Baumstatik konnten in den letzten 15 Jahren viele neue Erkenntnisse ermittelt werden, so dass dem informierten Gutachter heute ganz andere instrumentelle und informative Mittel zur Verfügung stehen. Aber letztendlich ist es doch immer noch das Gespür für und die Erfahrung mit Bäumen, welche das sicherste Hilfsmittel zur Einschätzung der Verkehrssicherheit ist. Regelmäßige Fortbildungen sind natürlich gerade auf diesem Fachgebiet unerlässlich, damit wir und kommende Generationen uns auch in Zukunft noch an den alten aber verkehrssicheren Baumveteranen erfreuen können. Denn ohne alte Bäume wäre unser Siedlungsumfeld doch um sehr viel Atmosphäre ärmer.

WP: Vielen Dank Herr Schmidt für dieses interessante Gespräch!  

Westfalenpost, 14.02.2004 (ungekürzte Fassung)

 

 

 

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